"In the absence of intimidation, creativity will flourish"
G.Ginn

Dienstag, 30. September 2014

Nightime

Die meisten werden Alex Chilton schon häufig gehört haben, ohne dass es ihnen bewusst war. Als Bobby Boxtop hatte er mit der Spätsechziger Castingband "The Box Tops" mit "The Letter" einen Hit. Die Tantiemen haben ihn dann wohl in den Siebzigern geholfen.

Interessanter ist aber, was er danach angestellt hat. In Memphis gründete er eine bescheiden "Big Star" genannte Band, die erste Platte hieß: na klar, "No. 1 Record". Eine wunderbare Platte, späte Beatles treffen die Kinks und Byrds, unglaublich schöne Lieder, wollte aber 1972 keiner hören (glaubt Ihr nicht? Dann hört mal rein). Chris Bell, der zweite Sänger, verließ die Band, damit ging auch die etwas sanftere Seite. Die restlichen großen Sterne machten weiter, 1973 mit der zweiten LP "Radio City", immer noch eine wunderbare Beatplatte, aber schon etwas rumpliger und erratischer. Auf der LP findet sich "Septenber Gurls", das Lied, das eigentlich jeder kennen sollte und das andauernd im Klassikrock-Radio laufen müsste. Tut's aber eher nicht, fürchte ich (und auf Youtube finde ich die Originalversion leider nicht). Wieder kein Erfolg, die Band bestand danach im Wesentlichen aus Alex Chilton und dem Schlagzeuger Jody Hummel. Chilton, der auch schon vorher nicht der einfachste Umgang war, bastelte betrunken im Studio herum, teilweise mit einer kindischen Freunde daran, alles, was gefällig klingen könnte, kaputt zu machen. Die Sessions zogen sich hin, das Ergebnis wollte keiner veröffentlichen. Die damals aufgenommenen Tracks zirkulieren in verschiedener Zusammenstellung und Abmischung als Big Star's "Third" oder "Sister Lovers" (ich selbst habe drei verschiedene Versionen). Die LP ist dermaßen whiskygetränkt, dass man sie auswringen könnte. Ein paar Lieder sind schlichtweg unhörbar, wie sich Alex Chilton in Interviews erinnerte, waren das diejenigen, die der Manager als hitverdächtig angesehen hatte und die die Band dann vollkommen und mit Genuß versaute. Anfangs hatten alle wohl noch die Hoffnung, hier endlich das Erfolgsalbum zu produzieren, nach und nach gab es dann nur noch merkwürdige Experimente. In den Bandbiographien wird das dritte Album deswegen auch gerne abgehakt, nicht ohne anzumerken, dass es bei einigen Möchtegern-Fans einen Kult um dieses Ding gäbe. (Jetzt habe ich gerade die Radio City-LP herausgekramt, in den Liner Notes heißt es dort zu "Third": Chilton's grasp of structure seemed to be slipping away. Gaps, pauses and an eerie silence punctuated some of the songs, others floundered to a clumsy conclusion, resulting in a collection which was both strange and compulsive.)

Tja. Aus meiner Sicht sind wunderbare Stücke drauf, gerade weil dieses ganze Album so verwirrt und fehlgeleitet ist. Die kleine Ballade Nightime ist eines der wenigen Lieder, bei dem mir wirklich fast immer beim Anhören die Tränen kommen.



Wenn in einem der letzten Refrains Chilton auf einmal singt: Get me out of here, get me out of here, I hate it here, get me out of here, weiß ich nie, ob das wirklich Teil des Textes war oder ob Chilton in dem Lied beim Singen einfach einen kurzen Hilferuf aus dem Studio abgesetzt hat. Und kann es etwas zarteres geben als die wunderschön instrumentierte Liedchen Blue Moon oder das Stück Take care, dessen "Take care not to hurt yourself" man dem Sänger selbst zurufen wollte.

Alex Chilton ist 2010 gestorben, hat bis dahin immer wieder Platten gemacht, mit viel merkwürdigen, aber auch ein paar wundervollen Liedern. Allein "Dalai Lama" ist unglaublich (und wieder lässt einen Youtube im Stich). Der herzlose Verfasser der Liner Notes zu Radio City nannte es zwar eine "stammering, shambolic solo career", aber wollen wir so einem glauben?

Dienstag, 23. September 2014

For what it's worth

Straßenschlachten scheinen ein beliebtes Musikthema zu sein. Die Stones hatten den großmäuligen "Street fighting man", Schwoißfuaß sangen "Spreng, Karle, spreng"*, die Dead Kennedys sangen über den "Riot" (dazu demnächst noch einen Post). Beim Rumkruschteln fiel mir zu dem Thema noch eine geliebte Band ein, die ich allerdings in letzter Zeit etwas vernachlässigt habe: Buffalo Springfield, mit ihrem Proto-Protestsong "For what it's worth" von 1967. Kann man immer wieder hören, wirklich schönes Lied, mit Aufnahmen von Demos der Sechziger Jahren. Und beim Ansehen musste ich wirklich lachen, als ich zum Schluss einen Blick auf den jungen Neil Young werfen konnte. Koteletten konnte der. Unbezahlbar.




*"Lauf, Karlchen, lauf"

Sonntag, 21. September 2014

52 Bücher: Der Erzieher der Maus*

1. Es ist wieder Projekt-Zeit. Projekt-Muddi Katrin gibt als Motto vor "Sturheit, Dickköpfigkeit oder einfach Willensstärke".  Ein klarer Fall: Es soll diese Woche hier über Floyd Gottfredson gehen, einen leider viel zu wenig bekannten Comicpionier. Die Sturheit geht an mich, weil ich mir schon ohne das Motto zu kennen vorgenommen habe, diese Woche Gottfredson zu würdigen, die Dickköpfigkeit geht an Gottfredsons wichtigste Figur Micky Maus (wir werden gleich ein paar Beispiele sehen) und die Willensstärke charakterisiert Gottfredson selbst, der 45 Jahre für den Micky Maus-Zeitungscomics zuständig war.

2. Micky Maus war zunächst nur ein Filmstar. Nachdem Ende der Zwanziger Jahre die Zeichentrickfilme in den USA ein großer Erfolg waren, fragte das King-Feature-Syndikat bei Disney nach, ob er sich einen Micky-Maus-Zeitungscomic vorstellen könnte. In den USA war und ist es üblich, dass es in den Tageszeitungen Comic-Seiten mit verschiedenen Comic-Serien gibt. King-Feature und andere Syndikate sorgten dafür, dass die zahlreichen Tageszeitungen im ganzen Land mit Comics versorgt werden. Einen Micky-Maus-Comic wollten damals natürlich viele Zeitungen haben. Disney willigte ein und im Januar 1930 gab es den ersten Micky-Maus-Zeitungsstrip, für dessen Manuskript Disney selbst verantwortlich war und dessen Zeichner Ub Iwerks war, der auch für die Zeichentrickfilme verantwortlich war (einen wunderbaren Iwerks Zeichentrickfilm aus den späten Zwanzigern kann man hier sehen). Beide hattten schon bald keine Lust mehr auf den Comic und übergaben am 10.2.1930 an einen weiteren Studiozeichner, Win Smith. Disney und Iwerks hatten den Strip für lose verbundene Gags genutzt, die sich an Kurzfilmen orientierten, Smith begann dagegen im April eine längere Abenteuergeschichte "Micky Maus im Tal des Todes", die sich über ein halbes Jahr hinziehen sollte. Am 5.5.1930 übergab Smith an Gottfredson, der eigentlich nur für wenige Wochen einspringen sollte. Schon am ersten Tag hatte Micky bei Gottfredson einiges zu tun:
(Gottfredsons erster Tagesstrip am 5.5.1930, aus: Race to Death Valley, Fantagraphics 2011)


3. Man darf die Zeitungscomics nicht mit den Comicgeschichten aus den Heften vergleichen. Ein Zeitungsstrip muss jeden Tag so gestaltet sein, dass er auch für jemand interessant ist, der nicht weiß, was vorher passiert ist. Deswegen sind viele der bekannten Zeitungsstrips auch reine Gag-Comics, wie z.B. Peanuts oder Garfield. Wenn eine längere Geschichte erzählt wird, wird es schon ein bisschen schwieriger. Der Comic sollte dann immer auch mit einer Art Cliffhanger enden, damit die Leute gespannt sind, wie's weitergeht. Die Erzählstruktur wird dadurch etwas ruhelos, längere ruhige Passagen verbieten sich, um das Interesse der Leute am Leben zu halten (geniale Ausnahme sind die frühen Popeye-Strips, die wirklich ein absurdes und surreales Universum aufspannen). Zeitungsstrips waren auch nie Kindercomics wie die späteren Hefte, sondern richteten sich an ein (auch) erwachsenes Publikum.

4. Gottfredsons erste Geschichten waren noch nicht in einer Stadt wie Entenhausen angesiedelt, sondern in einer chaotischen ländlichen Umgebung, Horst Schröder nennt es "ländliche Anarchie". Micky selbst ist noch ein kleiner Clown, Heißsporn und Witzbold, dessen Aktionen alles andere als vorbildlich anzusehen sind. Sein vernünftiger Gegenpart ist Horaz Pferdehalfter. Irgendwann tauchen dann Goofy (und zeitweise auch Donald) in den Comics auf und gegenüber diesen Charakteren wirkt Micky zunehmend erwachsen.

Die chaotischen Einfälle sind dann Goofys Resort; Micky muss erwachsen werden. Gottfredson reagiert darauf, in dem er die Geschichten mehr und mehr an den Krimi- und Abenteuerfilmen der Dreißiger orientiert und nicht mehr unbedingt an den Zeichentrickfilmen. Man darf nie vergessen: Das Publikum der Zeitungsstrips bestand im Wesentlichen aus Erwachsenen.

(Micky scheint in Schwierigkeiten, "Die Jagd auf das Phantom" in "Ich, Goofy" Melzer Verlag, 1975)

Wenn man einige der damaligen Geschichten liest, stellt man allerdings auch fest, dass sie auch bei den Stereotypen fest in der Zeit verwurzelt sind; die Abenteuerepisoden in Afrika z.B. sind inzwischen teilweise nur schwer erträglich.

5. Ende der Dreißiger gab es die spannendsten Micky-Abenteuer, exemplarisch hier gezeigt bei Mickys "Kampf mit dem Phantom", weit entfernt von der Micky-Maus-Kost, die man später in den deutschen Heftchen zu lesen bekam. Gottfredson hatte eine enorme zeichnerische Eleganz entwickelt. Die längeren Geschichten wurden dann aber in den Vierzigern aufgegeben. Offenbar gab es vom Syndikat Anweisungen, dass die langen Abenteuergeschichten vermieden werden sollten, so dass es dann nur noch kurze, sich nur über wenige Wochen erstreckende Episoden gab. Nach dem Krieg sollte es noch einmal für ein paar Jahre lange Geschichten geben, dort traf Micky dann Gamma, den Mann aus der Zukunft. 1955 war dann Schluss mit den langen Geschichten, es gab nur noch unverbundene Gagstrips. Die betreute Gottfredson noch bis 1975. In den 90ern gab es dann noch einmal Versuche, die langen Geschichten in den Zeitungen wieder zu verankern; 1995 wurde dann aber der Micky Maus-Zeitungsstrip ganz eingestellt.
  
6. Vor allem bei den Geschichten nach 1942 fällt die Zeitbezogenheit immer mehr auf. Micky und Goofy erfüllen ihre patriotischen Pflichten, zunächst als Erntehelfer, später wird Micky von Kater Karlo als deutschem Spion sogar nach Nazideutschland entführt. Er kann entkommen, nicht ohne auf der Flucht noch das Dach von Hitlers Haus in Berchtesgaden einzureißen. Nach dem Krieg entführt Kater Karlo, inzwischen in sowjetischen Diensten Gamma und Micky nach Moskau, Gamma und Micky kämpfen um Pläne für Geheimwaffen. Die Geschichten sind immer noch graphisch elegant, aber kein reines Lesevergnügen mehr und eher historisch interessant. Die klassische Periode liegt sicher in den Geschichten zwischen 1936 und 1942.
(Kater Karlo als Sowjetagent mit Micky und Gamma in Moskau, aus "L'age d'or de Mickey Mouse par Floyd Gottfredson", Tome 9, Génat, 2014)


7. Wo kann man die schönen Geschichten lesen? Es gibt einen "offiziellen" Gottfredson Band, "Die schönsten Geschichten von Floyd Gottfredson", den man sich aber besser spart. Die Comicstrips sind teilweise aus ihrer täglichen Gliederung herausgerissen und in ein untaugliches Format montiert; die Auswahl ist auch nicht vollständig glücklich. Schön dokumentiert waren die Geschichten in den Bänden "Ich, Micky Maus" (1 und 2) und "Ich, Goofy" (1 und 2), die in den 70ern erschienen und die ich Mitte der Siebziger wieder und wieder gelesen habe. Die gibt es auch noch antiquarisch; ich kann nur als Einstieg "Ich, Micky Maus 2" und "Ich, Goofy 1" empfehlen, wenn es die für einen vernünftigen Preis angeboten gibt. Die Reihe ist  wohl als "Die großen Klassiker: Ich, Micky" und "Die großen Klassiker: Ich, Goofy" nachgedruckt worden, die man antiquarisch noch für akzeptables Geld bekommt. In der "Die großen Klassiker"-Reihe gibt es auch ein paar ganz günstige Carl Barks-Ausgaben (leider nicht Erika Fuchs-Übersetzungen), aber auch viel mediokres Comicheft-Geschmiere der Sechziger Jahre. Mitte der Achtziger begann im Ehapa-Verlag eine chronologische Ausgabe der Micky-Maus-Zeitungsstrips als "Mickys Klassiker", die dann leider eingestellt wurde, bevor die richtig interessanten Jahre kamen. Die Ausgabe krankt daran, dass die Vorlagen teilweise nicht wirklich gut waren. Auf englisch gibt es eine Gottfredson-Gesamtausgabe von Fantagraphics, die in jeder Hinsicht in sehr guter Qualität ist. Die Tagescomics sind hier, anders als in den vorher genannten Ausgaben, im Original-Schwarzweiß abgedruckt. Ich muss allerdings zugeben, dass der Slang, den Micky und seine Freunde sprechen, manchmal nur schwer zu verstehen ist. In Frankreich gibt es die "L'age d'or"-Reihe, die die klassischen Gottfredson-Strips in Farbe und in sehr hoher Qualität und in einem sehr großen Format bringt. Wäre schön, wenn es etwas entsprechendes in Deutsch gäbe. Die Qualität der einzelnen Ausgaben kann man aus den verschiedenen Bildbeispielen ersehen.







*"Der Erzieher der Maus" ist kein Buch, sondern ein Ehrentitel für Floyd Gottfredson, der Micky Maus zwar nicht erfunden, aber über Jahrzehnte wesentlich geprägt hat. Die Bezeichnung findet sich in dem schönen Essay von Horst Schröder in "Ich Goofy, Band I", dem ich auch viele der hier verwendeten Informationen verdanke.

Samstag, 20. September 2014

It's not funny anymore

(Leider thematisch derzeit mein Soundtrack zur Arbeit)

1983 erschien die Mini-LP "Metal Circus" von Hüsker Dü, einem Punk-Trio aus Minneapolis. Der Name bedeutet "Erinnerst du dich?" (wahrscheinlich der dänische Name für ein Gedächtnisspiel). Die Gruppe hatte vorher schon mit der "Land Speed Record"-LP von sich reden gemacht, die ihrem Namen alle Ehre machte: Hochgeschwindigkeitsgeknüppel, wie man es vorher selten gehört hatte. Die 1983er Veröffentlichung ging in eine andere Richtung und enthält ein paar klassische Lieder, die das Ami-Hardcore-Genre definierten (im Prinzip finden sich auf den ersten Hüsker Dü-Platten schon die Blaupausen für die nächsten zwei Jahrzehnte Alternative-Rock). Auch das Auftreten der Band war wegweisend: Jenseits aller einstudierten Posen oder Rock-Kostümierungen eine unglaubliche Intensität, die für viele Hörer allerdings zu tief unter ein paar Schichten Lärm begraben liegt. Ungewöhnlich war auch, dass zwei der Musiker homo-/bisexuell waren; in der doch eher macho-geprägten und intoleranten Hardcore-Szene der frühen 80ern auch die Ausnahme. Musik, Texte, Auftreten zeigten deutlich, dass es der Band vollkommen egal war, ob sie sich irgendwo einordnen lassen oder bestimmte Erwartungen des Publikums erfüllen (für mich immer die wesentliche Voraussetzung für interessante Musik. So entstehen Sachen, die einem neue Welten aufschließen, nicht durch kalkuliertes Epigonentum.)

Hüsker Dü könnten (vor allem auch auf ihrer "Zen Arcade"-DoLP) textlich als Vorläufer einiger Emo-Bands gesehen werden, auch die "Metal Circus" enthält einige Stücke in dieser Richtung. "It's not funny anymore" ist ein typisches Stück von Schlagzeuger Grant Hart (von dem hier schon häufiger die Rede war), eine kühle Standortbeschreibung:

Benimm dich, wie du dich gerne benehmen willst
Sei, wie du gerne wärst
Finde heraus, wer du wirklich bist
Und kümmere dich nicht um mich

It's not funny anymore

Bob Mould, der Gitarrist, und Grant Hart, der Schlagzeuger, sind immer noch musikalisch unterwegs (wenn auch schon lange nicht mehr gemeinsam). Greg Norton, der Bassist mit dem wunderbaren Schnauzbart, betreibt inzwischen mit seiner Frau ein Fischrestaurant in Minnesota, welches mehrfach für seine Weinauswahl ausgezeichnet wurde.*


*Was würde man ohne Wikipedia nur machen?



Sonntag, 14. September 2014

52 Bücher: Der Daumen des Ingenieurs

1. Wieder ein neues Motto, um Bücher vorzustellen: Physik. Hrrmpf. Danke, Katrin! Meine Physikbücher habe ich schon lange nicht mehr, in der Schule haben wir von Dürrenmatt "Die Physiker" gelesen, aber auch da keine rechte Erinnerung mehr. In Erinnerung geblieben ist mir allerdings der Satz aus Dürrenmatts Dramentheorie, dass eine Geschichte erst dann zu Ende erzählt ist, wenn sie die schlimmstmögliche Wendung genommen hat. Den bringe ich gelegentlich in Projektmeetings in der Arbeit an.

2. Bei Physik könnte man ja auch den "Mann ohne Eigenschaften" von Robert Musil anbringen, der immerhin als zweiten Satz hat: "Die Isothermen und Isotheren taten ihre Schuldigkeit." (gut, Meteorologie ist ja auch so eine Art Physik) und am Ende der ersten Seite die der Optik zuzuordnende Frage aufwirft: " Es wäre wichtig, zu wissen, warum man sich bei einer roten Nase ganz ungenau damit begnügt, sie sei rot, und die danach fragt,welches besondere Rot sie habe, obgleich sich das durch die Wellenlänge auf Mikromillimeter genau ausdrücken ließe; ..." Nun liebe ich das Buch, muss aber zugeben, dass ich herzlich wenig davon verstanden habe. Nicht die beste Ausgangslage für eine Buchvorstellung, will mir scheinen.

3. Aber da kam mir der rettende Gedanke: Der Daumen des Ingenieurs! Da ist der Ingenieur schon im Titel, es geht u.a. um eine hydraulische Presse, was will man denn noch mehr an Physik haben. Das Buch, in dem sich diese Geschichte, die jetzt etwa 120 Jahre alt ist, findet, heißt "Die Abenteuer des Sherlock Holmes" von Arthur Conan Doyle. Es war der erste Sammelband der Erzählungen, die Doyle im Strand Magazine monatlich veröffentlicht hatte. Doyle war in Edinburgh geboren, hatte dort auch Medizin studiert. Ich habe im Old College dort auch mal ein Jahr studiert, wenn auch nicht Medizin. Als ich die Geschichte zum ersten Mal gelesen habe, hatte ich mir den Sammelband "Sherlock Holmes Geschichten" aus unserer Bibliothek ausgeliehen, ich weiß nicht, wie oft ich mir diesen Band durchgelesen habe. Die Geschichte war auch in einer Taschenbuchausgabe von Holmes Geschichten, die in einem Jugendbuchverlag erschienen ist. Ich habe damals mit 10-15 alle Kriminalkurzgeschichten durchgelesen, die ich in die Finger bekommen konnte, Sherlock Holmes, Pater Brown, Lord Peter Wimsey, Hercule Poirot, habe sie alle geliebt und erst mit etwas Abstand verstanden, wie unterschiedlich die Autoren und ihre Weltsicht waren.

4. Holmes ist auf jeden Fall ein Mann der Wissenschaft. Er atmet das ausgehende 18. Jahrhundert, in dem die Ingenieure übernahmen und alle überzeugt waren, die Probleme der Welt ließen sich durch Technik lösen. Und was für wunderbare Dinge wurden damals erfunden! Holmes ist durch und durch rational, im Glauben an die Logik und Deduktion. Wir Spätergeborene haben dann schon gesehen, wie dieser Fortschrittsglaube an die Wand gefahren ist.

5. Die Geschichte beginnt damit, dass ein Ingenieur zu Dr. Watson kommt, dessen Daumen bei seiner Flucht aus einem Haus abgerissen wurde. Er sollte dort eine hydraulische Presse reparieren. Der Ingenieur wußte weder, wo das Haus war, noch hatte er eine Ahnung, wie er seine traumatischen Erlebnisse dort einordnen sollte. Holmes hört sich das Ganze an und findet dann für alles eine Erklärung. Als Kind habe ich immer den Schlußdialog geliebt, in dem sich zunächst der Ingenieur (nicht ganz zu unrecht beklagt), dass er bei dem Abenteuer seinen Daumen eingebüßt habe und auch das versprochene Honorar nicht bekommen habe. Er fragt: "Und was habe ich gewonnen?" Und Holmes antwortet: "Erfahrung." In meiner Jugendausgabe war da tatsächlich Schluß, inzwischen habe ich eine bessere Übersetzung und musste zu meinem Leidwesen feststellen, dass der Schluß sich  originalgetreu so liest: " Erfahrung", sagte Holmes lachend. "Das könnte indirekt sehr wertvoll sein, wissen Sie; Sie brauchen das Erlebnis nur in Worte zu fassen, um bis an Ihr Lebensende den Ruf zu genießen, dass Sie ein ausgezeichneter Gesellschafter sind." Hrrmpf. Vielleicht hat Doyle ja Zeilenhonorar bekommen, der wortkarge Holmes hat mir besser gefallen.

6. Die Geschichten sind auf jeden Fall und immer noch lesenswert und haben trotz ihrer Zeitgebundenheit die letzten 100 Jahre besser überstanden als manches andere Werk. Als E-Books werden sie manchmal verschenkt, das sind dann aber zumeist Übersetzungen, bei denen es der Sau und dem Leser graut.

Freitag, 12. September 2014

52 Bücher: Geht in Ordnung -- sowieso -- genau --

1. Das Fellmonsterchen mal wieder. Gibt als Motto aus "Hopfen und Malz - ab in den Hals". Zunächst dachte ich, das sollte nicht schwer sein, ein Buch zu finden, das thematisch zu Bier passt. Ich erinnerte mich auch dunkel daran, dass ich mal einen schönen Krimi hatte von Jakob Arjouni, der "Mehr Bier" heißt. Allerdings musste ich feststellen, dass ich den entweder verliehen oder bei irgendeinem Umzug verloren habe. Also, nettes Buch, aber ich erinnere mich nicht mehr so richtig daran.

2. In meinen sonstigen Büchern wird zwar auch immer wieder getrunken, aber nicht unbedingt Bier. Die Brentford Trilogie, die ja im Wesentlichen in einem Pub spielt, hätte gepasst, aber den "Antipapst" habe ich ja schon vorgestellt. Dann endlich der rettende Gedanke: In dem Buch wird zwar vor allem Sechsämtertropfen getrunken, aber auch das ein oder andere Bier. Also soll es hier um "Geht in Ordnung -- sowieso -- genau --" gehen. Auch Teil einer Trilogie, der sog. Trilogie des laufenden Schwachsinns.

3. Das Buch wurde 1977 von Eckhard Henscheid geschrieben. Henscheid wurde 1941 in Amberg geboren und ist wahrscheinlich nicht unbedingt der best gelaunte Zeitgenosse. Henscheid hat das Verdienst, dass er Anlass zu einem Prozess des Bundesverfassungsgerichts war, in dem die Grenzen der Meinungsäußerung in Literaturkritik bestimmt wurden. Unverständlicherweise sah das Bundesverfassungsgericht in den Zeilen: "Es ist schon schlechterhin phantastisch, was für ein steindummer, kenntnisloser und talentfreier Autor schon der junge Böll war, vom alten fast zu schweigen - und mehr noch: Er war, gegen's allzeit und bis heute kurrente Klischee und mit Sicherheit gegen seine eigene Selbsteinschätzung, auch einer der verlogensten, ja korruptesten." unzulässige Schmähkritik. Die Sprachgewalt, die in den Zeilen steckt, konnte oder wollte das Gericht wohl nicht beurteilen.

4. Geht in Ordnung -- sowieso -- genau -- spielt in einer süddeutschen Kleinstadt, die wir uns wohl als Amberg vorstellen dürfen. Hauptschauplatz ist das ANO-Teppichlager, in dem die Hauptpersonen Alfred Leobold und Hans Duschke als Verkäufer tätig sind. Der Erzähler gerät in den Bann der beiden, die sich die Zeit vor allem mit dem Trinken von Kräuterlikör vertreiben; am Abend im Wirtshaus beim Kartenspielen gibt's dazu auch genügend Bier (endlich die Kurve zum Thema gekriegt). Der Erzähler versucht - nur kurzzeitig erfolgreich - mit zwei Schwestern anzubandeln, die Gesellschaft unternimmt eine Reise in die Berge, der Gymnasiast Binklmayr spielt eine unheilvolle Rolle. Wenn man's genau nimmt, passiert in dem ganzen Roman nicht viel mehr, als dass sich verschiedene Leute in einem Teppichladen betrinken. Die trivialsten Begebnisse werden aber mit einer Inbrunst beschrieben, die weltbewegenden Ereignissen angemessen wäre. Und alle Protagonisten reden furchtbar plattes Zeug, das in quälender Genauigkeit notiert wird. 

5. Ich habe das Buch vor einem Jahr im Urlaub mitgenommen und musste alle paar Seiten eine Pause machen, weil ich hysterisch zu kichern begann. Die Komik des Buches ist schwer zu fassen und zu beschreiben, vielleicht braucht man auch eine gewisse Kenntnis der miefigen 70er Jahre in der Provinz, um diese unglaublichen Schilderungen richtig würdigen zu können. Nachhaltig erschüttert hat mich am Ende des Buches, als das Alter der Hauptperson Albert Leobold offenbart wird. Ich hatte ihn als alten Säufert eingeschätzt, in Wirklichkeit war er im Buch einige Jahre jünger als ich. 

6. Während ich das schreibe, stelle ich fest, dass ich mir unbedingt auch die anderen Teile der Trilogie besorgen sollte. 

Mittwoch, 10. September 2014

Rasenmähen oder Relating Dudes to Jazz (2)

In meiner Jugend bin ich eigentlich nie mit Jazz in Berührung gekommen. Irgendetwas wurde einem dazu im Musikunterricht vorgespielt und im Fernsehen gab es Dixieland- oder Big Band-Jazz, also nichts, was einen Halbwüchsigen interessieren oder begeistern könnte. Gängig waren die Vorurteile, Jazz sei das, was nur schrecklich und schräg klänge oder wo die Musiker gar nicht spielen könnten.
Meine musikalische Sozialisation, die von den Beatles zu Punk führte, war da auch zunächst nicht hilfreich. Anfang der Achtziger war Punk eine (musikalisch) stockkonservative Angelegenheit. Man hatte erlebt, wie von den ersten Anfängen irgendwann nur noch kommerzieller New Wave oder Rock übrig blieb, deswegen wachte man jetzt argwöhnisch darüber, dass die Musik und die Themen gleichbleibend stupide und hart blieben, um jeden "Kommerz" zu vermeiden. Das Ganze führte dann später nur dazu, dass die Szene immer näher zum Heavy Metal, einer genauso stockkonservativen Musikrichtung, geführt wurde, der allerdings alles Spontane und Interessante, was man bei Punkmusik immer wieder mal finden konnte, komplett abgeht. Aber ich schweife ab, das kam erst später.

In der Mitte der Achtziger entwickelte sich allerdings in den USA im Umkreis der Band Black Flag eine Szene, die zumindest bei mir als weitere Vertreter der "lauter, schneller, härter"-Fraktion ankamen (das fand ich damals auch gut und richtig). Im Laufe der Zeit zeigte sich jedoch, dass die wesentlichen Bands, Black Flag, Minutemen, Hüsker Dü, Saccharine Trust und Meat Puppets alles andere als eine puristische Auffassung von Punk-Musik hatten. Es wurden alle Genres einverleibt, von Folk, Free Jazz zu Country und Funk. Die Meat Puppets schafften es sogar, vor ihren Konzerten dem Publikum als Einstimmung "Ascension" von John Coltrane vorzuspielen, Free Jazz, der nahezu jedes Auditorium zum Wahnsinn treiben würde. Das vom Black Flag-Gitarristen betriebene SST-Label war Motor dieser Bewegung, die Veröffentlichungen bestanden am Schluss zu einem großen Teil aus Platten von Nachwuchs-Folkbarden und obskuren Altjazzern. Das - und verschiedene andere unglückliche Umstände - führten dann schließlich zur Insolvenz und zum Zusammenbruch. Viel von dem, was damals vorbereitet wurde, gehört jetzt zum Mainstream. Die Ernte konnten dann andere Bands einfahren.

Auch ich habe - quasi heimtückisch und unbemerkt - mit der Musik nach und nach neue Einflüsse kennen gelernt. Bestürzt musste man feststellen, dass man geglaubt hatte, echten und reinen Punk zu bekommen, und dabei wurde man subversiv auf Grateful Dead oder schlimmeres vorbereitet. Auf diese Art bekam ich - undercover - auch die eine oder andere Dosis Jazz ab, so richtig geheuer war mir das alles aber trotzdem nicht. Eine der letzten Black Flag-Platten, "The Process of Weeding Out" bestand nur aus Instrumental-Improvisationen einer Gitarre, die einem immer zu spät oder zu früh oder einen Ton zu hoch oder zu niedrig schien. Ich hörte mir das ein, zwei Mal an und stellte die LP in den Plattenschrank zurück, ratlos.

Ich war damals gerade im Zivildienst, wo ich mich vor allem mit Gärtnern beschäftigen durfte (Näheres dazu gibt's hier). Im Sommer verbrachte ich ganze Tage allein auf den Wiesen um das Gras, das mit dem Rasentraktor gemäht worden war, zusammenzurechen und mit einem kleinen Wägelchen zum Kompost zu fahren. Das waren Tage, wo man kaum zwei Worte sprach, die Kollegen waren ohnehin nicht sonderlich redselig. Während der einfachen und eintönigen Tätigkeit purzelten die Gedanken durch den Kopf, die Tätigkeit war rein mechanisch und losgelöst von allem Denken. Oft hörte ich in Gedanken Musik, leider auch nur bedingt willentlich beeinflussbar, ich erinnere mich, wie an einem Tag in meinem Kopf immer und immer wieder "When I'm Sixty-Four" von den Beatles lief, Ton für Ton genau, immer wieder von vorne. An einem dieser Tage, schwül und sonnig, zog ich den Rechen durch das Gras und in meinem Kopf begann wieder ein Lied, zu meinem Erstaunen war es "Southern Rise", eines der sperrigsten Lieder der "Process of Weeding Out". Ich hatte das Lied bewusst vielleicht zwei Mal gehört und hatte diese herumirrende atonale Gitarre anscheinend doch vollkommen  Ton für Ton in meinem Kopf gespeichert. Das allein fand ich schon erstaunlich. Während dieses Lied so langsam durch meinen Kopf zog, merkte ich allerdings auch, dass all das, was mir bis dahin als atonal oder falsch gespielt vorgekommen war, in diesem Stück genau so sein musste, ja, gar nicht anders sein konnte. Zum ersten Mal hatte ich begriffen, was Jazz war.

Da mich meine bisherigen Musikvorlieben damit im Wesentlichen auf Free Jazz vorbereitet hatten, machte ich den umgekehrten Weg wie die meisten Musikliebhaber. Ich wühlte mich durch den gesamten John Coltrane, brauchte dann einige Zeit, um die Schönheit des Be Bop und die Heiterkeit eines Charlie Parkers schätzen zu können und konnte mich dann erst zum Schluss an New Orleans- und Dixieland-Jazz gewöhnen, die mir durch dumme Knoff hoff-Show-Erinnerungen vergiftet waren.

Samstag, 6. September 2014

Kapetan Andreas Zepo

Noch ein Lieblingslied, das ich endlich in der richtigen Version auf Youtube gefunden habe. Papaioannou spielt das Lied von seinem Freund Kapitän Andreas Zepo, der auch dann Fische fängt, wenn andere nichts fangen (gesungen wird's von Dimitris Perdikopoulos, wenn ich es richtig verstehe)."Alle werfen die Netze aus und fangen doch keinen Fisch, Zepo wirft seines und fängt viele Kalamaria."  Der Refrain lautet übersetzt etwa: Kapetan Andreas Zepo, ich freue mich, wenn ich dich sehe. Das Lied ist kein Rembetika, sondern gehört zur leichteren Gattung der Nisiotiki-Inselfischerlieder (der Tanz ist ein Syrtos). Zepo, den man auch auf einem Bild sieht, war aber wohl ein eher wilder Charakter.


Egia mola, egia lesa, echi psaria i varka mesa!
Holt ein! Holt ein! Das Boot ist voller Fische!

Dienstag, 2. September 2014

52 Bücher: Monsieur Jean

1. Das Fellmonsterchen hat wieder ein Motto ausgegeben. Diesmal soll es um eine Rezension gehen, die einen entweder furchtbar genervt hat oder die einem den Weg in den Lesehimmel gewiesen hat. Zuerst dachte ich, ich müsste eine Woche aussetzen, weil mir spontan gar nix einfiel. An doofe Rezensionen kann ich mich nur bei Musik erinnern, vor über dreißig Jahren stand mal in der Münchener Stadtzeitung eine Rezension zur zweiten R.E.M.-Platte "Reckoning", in der es hieß, jeder mit zwei Stunden Zeit im Studio könne das besser, und die Texte erst, "sieben chinesische Brüder trinken den Ozean aus", das ginge ja alles gar nicht. Ich dummes Provinzei habe das geglaubt (kam ja schließlich aus Minga) und die wunderbare Platte erst mit drei Jahren Verspätung entdeckt. Aber das ist ja Musik und darum soll's hier nicht gehen.

2. Dann ist mir doch etwas eingefallen. Vor einigen Jahren hatte ich mir im Comicladen ein paar Ausgaben vom amerikanischen Comics Journal mitgenommen, die erstmal in der Ecke lagen. Als ich dann mal ein paar Wochen krank und bettlägerig war, habe ich die sehr ausführlich durchgelesen und in einer Ausgabe war ein langes Interview mit Philippe Dupuy und Charles Berberian, die ich bis dahin nicht kannte. Die beiden französischen Comiczeichner plaudern auf über zwanzig Seiten über ihre verschiedenen Comicreihen, insbesondere über Monsieur Jean, eine Reihe über einen jungen Schriftsteller in Paris. Die Bildbeispiele und das, was die beiden sagten, gefiel mir so gut, dass ich das nächste Mal Ausschau nach einem Monsieur Jean-Buch hielt (damals gab es die nur auf französisch, inzwischen gibt es auch sehr schöne deutsche Ausgaben bei Reprodukt - hier kann man sich für jeden Band ein paar Seiten ansehen).

3. Die Serie begleitet Monsieur Jean, einen Schriftsteller Anfang Dreißig, durch Paris. Im ersten Band "L'amour , la concierge" sind es zunächst nur kurze Einseiter, die sich aber nach und nach zu einer Geschichte zusammenfügen. Die Geschichten sind in einem sehr realistischen Paris angesiedelt,  die Personen und ihre Erlebnisse wirken manchmal, als würden einem gute Freunde amüsante Geschichten erzählen. Natürlich ist alles dramaturgisch überhöht, aber das Ganze hat eine Beiläufigkeit und Natürlichkeit wie die besseren Rohmer-Filme. Und zwischendurch gibt es immer wieder schöne Slapstick-artige Einlagen. Im dritten Band  "Les femmes et les enfants d'abord" lernt Jean Cathy kennen, im fünften Band können wir den beiden zusehen, wie sie zusammen in New York sind, weil Cathy dort eine Stelle hat und Jean mit Julie, der kleinen Tochter, den Hausmann spielt. Zurück in Paris zieht Felix, ein alter Freund, mit einem kleinen Sohn einer seiner Exfreundinnen ein, und die beiden haben die schönste Papa-Kind-WG, die man sich vorstellen kann. Ein Panel aus diesem Comic habe ich immer besonders geliebt:

(ab dem vierten Band haben Dupuy & Berberian begonnen, die Bilder mit dem Pinsel zu tuschen, was wirklich ganz wunderschön ist).

 (52 Bücher?)

4. Eine Zeitlang konnte man sich jedes Jahr auf einen neuen Monsieur Jean freuen, inzwischen gibt es acht Stück, es sind aber schon länger keine neuen mehr nachgekommen. Wer kleine, wunderschön illustrierte Geschichten mag, sollte sich die Bücher einmal ansehen. Wenn man kann, ist es sicherlich eine gute Idee, die französische Ausgabe zu lesen (meine Französischkenntnisse sind inzwischen auch eher begrenzt, aber ich habe es so einigermaßen geschafft).