"In the absence of intimidation, creativity will flourish"
G.Ginn

Freitag, 20. Mai 2016

Ich will den Mond

Ein Toter des letzten Jahres, der hier aber nicht vergessen werden soll, ist Dickie Hammond. Hammond war ein bisschen älter als ich und Gitarrist bei der englischen Band Leatherface, er hat den Sound wesentlich bestimmt. Leatherface habe ich zum ersten Mal auf einem Mixtape von meinem Bruder gehört; wollte mir zuerst nicht so richtig gefallen, zuwenig Melodie, zu repetitiv. Irgendwann hatte es mich dann doch erwischt, I want the moon, Ich will den Mond, bis heute keine Ahnung, um was es in dem Lied geht, aber ich liebe es.
Leatherface boten in den frühen 90ern einen akzeptablen Weg der Gitarrenmusik, fernab von irgendwelchen Hardrock- und Heavy Metal-Klischees, die sich damals immer mehr ausbreiteten (und hör mir auf mit Grunge, da war ich zu alt dafür). Ich habe Leatherface zweimal live gesehen, einmal wohl um 1992, einmal 2001 im SO 36. Beim ersten Mal war Dickie Hammond an der Gitarre dabei und es war für mich ein Energieschub, diese Band zu hören (der Guardian nennt sie "greatest British punk band of the modern era", das geht in Ordnung mit mir). Beim zweiten Mal war Dickie, glaube ich, gerade nicht in der Band, aber Frau Ackerbau und ich hopsten herum zu "Watching you sleep". "Er hat dir Blumen gekauft, ich habe dir Drinks gekauft. Man kann Blumen nicht trinken, aber Blumen müssen trinken."
RIP Dickie.

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